Aktionswoche gegen Rassismus

 

„Für Respekt und Vielfalt“ - Aktionswoche gegen Rassismus

Die Aktionswoche gegen Rassismus findet jedes Jahr rund um den 21. März, dem Internationalen Tag gegen Rassismus, in mehreren Schweizer Städten statt. Zum ersten Mal wird es dazu auch im „Anhaltspunkt“ Veranstaltungen geben.

Artikel im Landboten vom 17. März 2022
Beitrag auf Radio Stadtfilter am 17. März 2022

Kunstausstellung:
Vom Sonntag, 20. März bis Freitag, 25. März 2022 findet eine Kunstausstellung mit Werken zum Thema „Rassisimus“ der Kunstschaffenden Marianne Chiu, Harold Cueva Vasquez, Stefan Heinichen, und Liridon Sulejman statt (Details zu den Kunstschaffenden siehe unten). Die Ausstellung kann an der Vernissage und anschliessend bis und mit Freitag, 25. März während den Öffnungszeiten des „Anhaltspunkts“ besucht werden.

Vernissage:
Sonntag, 20. März um 16.00 Uhr (mit Anmeldung)

Die Künstler stellen ihren Hintergrund und ihre Werke vor.

Vortrag:
Mittwoch, 23. März um 19.30 Uhr (mit Anmeldung)

„Wie aus Worten, Taten werden - Völkermord an Sinti und Roma am Beispiel von Kindern und Jugendlichen“ von Manuel Werner, Stuttgart (Details zum Vortragenden siehe unten)

Anmeldung für Vernissage und Vortrag bis 18. März auf
www.anhaltspunkt-neuhegi.kath-winterthur-anmeldungen.ch

 

Die Mitwirkenden:

Manuel Werner (Vortragender am 23. März)
Manuel Werner (*1958) engagiert sich seit Jahrzehnten in der Gedenkkultur mit Schwerpunkt auf jüdische NS-Opfer wie auch auf Opfer und Leidtragende des NS-Völkermords an Sinti und Roma. Hierzu publiziert er seit den 1980er-Jahren. Er ist u.a. Autor des Buches: „Die Kinder von Auschwitz singen so laut“ und ehrenamtlich tätig unter anderem im Netzwerk „Pro Sinti und Roma“ und im Arbeitskreis „Sinti/Roma und Kirchen“ in Baden-Württemberg, sowie im lokalen und regionalen Gedenken an Opfer des Nationalsozialismus.

Marianne Chiu (Kunstschaffende)
Marianne Chiu sagt über sich: „Ich bin Autodidakt, besuchte verschiedene Kunstkurse im In- und Ausland und absolvierte eine Kurzausbildung in Töpferei. Mehrere Aufenthalte in China, das erstmal 1979, viele weitere Besuche und mein Leben in und mit China, prägten mich stark. Vor allem der letzte längere Aufenthalt im Jahr 2009 in Nordwestchina hinterliess Spuren in meiner Seele und so begann ich mit der Malerei und dem Töpfern als eine Art der Therapie.
Anfang 2009 wandere ich nach China aus. Geplant sind 2 Jahre um die chinesische Sprache, richtig zu lernen. Ich lerne an der Universität von Ürümqi, Provinz Xinjiang und fühle mich wie ein Erstklässler. Bereits im September 2009 musste ich leider frühzeitig wieder in die Schweiz zurückkehren, denn Anfang Juni gibt es Krieg zwischen den Chinesen und Uiguren. Während einem Jahr sind die Internetverbindungen gekappt, telefonieren kann man nur noch innerhalb der Stadt. Sich frei zu bewegen ist unmöglich, es gibt alle 10 Meter eine Strassensperre, mit meinen uighurischen Freunden kann ich mich nur noch im Park treffen, die Uni wird geschlossen. Mit meinen uighurischen Freunden habe ich seit über 2 Jahren keinen Kontakt mehr, es ist zu gefährlich.“
www.malikunst.ch

Harold Cueva Vasquez (Kunstschaffender)
Harold Cueva Vasquéz ist ein, aus Peru stammender, Kunstmaler, welcher unter dem Künstlernamen Cueva’s bekannt ist. Er liess sich 2008 in der Schweiz nieder. Cuevas hat einen ganz eigenen Kunststile entwickelt, namens Micromacroscpolismo. Es beschreibt im Grunde, dass es in jedem Micro-Universum auch ein Macro-Universum existiert und umgekehrt. Dieses Konzept spiegelt sich in seinen eindrucksvollen Gemälden wider. All seine Bilder, ob gross oder klein, sind ausschliesslich mit Wattestäbchen und Zahnstocher gemalt.
Cueva’s wurde 1979 in den peruanischen Anden als jüngster von drei Söhnen geboren. Schon früh fing er an sich für Kunst zu interessieren, vor allem für das Zusammenspiel von Schatten und Licht. In seinen Anfängen zeichnete er meist mit Bleistift und perfektionierte so seine Schatten-und-Licht-Technik. Über die Jahre hinweg wurden seine Gemälde immer bunter und raffinierter. Cueva’s beschränkt sich jedoch nicht nur auf Papier oder Leinwände, er findet immer einen Weg um auf jeder gewünschten Oberfläche zu Malen. Besonders spektakulär sind die von ihm bemalten Kleider.
Trotz seinen jungen Jahren hat er schon in vielen Ländern in Europa seine Kunst in Galerien und Kunstmessen ausstellen können. Er ist jedoch auch immer mal wieder an diversen Festivals anzutreffen.
www.artecuevas.ch

Stefan Heinichen (Kunstschaffender)
Stefan Heinichen ist in Bern aufgewachsen und hatte bereits in seiner Kindheit eine Vorliebe fürs Malen und Zeichnen. Im Jahre 1979-1980 besuchte er den Vorkurs der Kunstgewerbeschule in Bern (heute: Schule für Gestaltung). Es folgt eine Ausbildung in der kaufmännischen Branche und eine anschliessende Weiterbildung als Religionspädagoge und interkultureller Mediator.
Als Projektbeauftragter bei der Rroma-Foundation und als Präsident des Fördervereins „Roma Visionen – konkret“ gewann Stefan Heinichen grosse Erfahrung in der Initiierung und Unterstützung von Entwicklungs- und Bildungsprojekten im In- und Ausland, insbesondere bei der Unterstützung und Förderung von Rroma-Kindern in der bildenden Kunst.
Er machte zudem mehrere Bildungsreisen nach Italien, Frankreich, Osteuropa und in den Nahen Osten und vertiefte seine künstlerische Tätigkeit in diversen Mal- und Zeichenkursen bei renommierten Künstlern und Künstlerinnen.
Stefan Heinichen hatte bereits Ausstellungen in Aarau, Bern, Basel, Zürich, Winterthur und in Südfrankreich und leitete in den Jahren 1997-2000 Aquarellkurse in Belp bei Bern. Heute ist er als Religionspädagoge und freischaffender Künstler in Winterthur tätig.

Liridon Sulejman (Kunstschaffender)
Liridon Sulejman, 1991 im Kosovo geboren, lebt und arbeitet heute in Winterthur. Von 2011 bis 2014 absolvierte er die F+F Schule für Kunst und Design in Zürich. Auslandaufenthalte u.a. am Royal College of Art in London bereicherten seine künstlerische Tätigkeit.
Für seine ausdrucksstarken Gemälde aus Acryl- und Öl-Pastell dienen dem Künstler seine eigenen und akribisch geführten Traumprotokolle als Inspirationsquelle. Das Thema Migration spielt in seiner künstlerischen Arbeit eine wichtige Rolle, dabei schöpft Liridon Sulejman aus dem Fundus seiner eigenen Biografie.
Seine Werke hat er sowohl im Kosovo als auch in diversen Schweizer Städten ausgestellt.
www.liridonsulejmani.com